Feldmaus – Eine der bekanntesten Mäusearten in Deutschland

Fakten: Zur Feldmaus 
FeldmausFamilie: Wühler
Unterfamilie: Wühlmäuse
Gattung: Feldmäuse
Lebensraum: Brachflächen mit tiefgründigen Böden und tief liegendem Grundwasserpegel
Körper: Länge von 80 - 120 mm, Schwanzlänge 35 -40 mm mit einem Gewicht von 18 - 40 g
Nahrung: Gräser, Kräuter und kleinere Insekten
Feinde: Mauswiesel, Hermelin, Rotfuchs, Wildschwein und Hauskatze
Lebenserwartung: In freier Natur ca. 9 Monate, in Gefangenschaft bis zu fünf Jahren

Die Feldmaus ist eine bekannte Art der Mäuse. Welche Eigenschaften diese Mäuseart nun hat und wie man sie erkennt, erfahren Sie im folgendem Text. Merkmale. Die Feldmaus, gehört wie alle Mausarten zu den Nagetieren, wird aber wegen ihrer Merkmale in die Unterkategorie der Wühlmäuse eingeordnet. Sie gehört mit zu einer der stärksten verbreiteten Nagerarten in Mitteleuropa und hat einen starken Vermehrungszyklus angenommen. Die Merkmale der Feldmaus sind einmalig, denn die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 90- 120 mm und die Schwanzlänge 25–38 mm. Weitere Merkmale sind die Hinterfußlänge von 14,5–16 mm, und die Ohrlänge von 9–12 mm. Beim Gewicht haben die Nagetiere eine Spanne von 18-40 g, selten wiegt eine Feldmaus mehr. Das Fell ist oberseits gelblich-braun. Je westlicher man die Verbreitung der Feldmaus beobachtet, desto bräunlicher wird das Fell im oberen Bereich. Dabei handelt es sich um ein typisches Merkmal, welches aber nur in den westlichen Verbreitungsregionen auftaucht. Betrachtet man die Feldmaus im östlichen Verbreitungsbereich dann wird man feststellen können dass sich auch hier das Fell ändert. Dieses wird im oberen Bereich gräulicher. Am Bauch ist das Fell der Feldmaus weiß, gelegentlich kann es auch rostgelb sein.

Verbreitung und Lebensraum der Feldmaus

Feldmaus NahaufnahmeDas Verbreitungsgebiet der Feldmaus hat sich in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet und umfasst mittlerweile große Teile der westlichen, zentralen Paläarktis. Betrachtet man die Ausbreitung nach der West-Ost-Richtung also vom westlichen Spanien über den westlichen Bretagne, bis in den zentralen Westen der Mongolei, dann wird man hier einen starken Anstieg erkennen können. Schaut man sich die Vermehrung in die Süd-Nord-Richtung an, dann sind Teile des nördlichen Dänemark, dem äußersten Südosten Finnlands bis hin nach Zentralspanien sowie dem Norden Italiens, den Süden Bulgariens und den Nordosten der Türkei mit Feldmäusen angesiedelt. Natürlich kann es auch in weitverbreiteten Regionen Feldmäuse geben. Die genaue Ausbreitung ist nicht ganz bekannt, da die Feldmaus sich stark weiterentwickelt und die Population anwächst. Der Lebensbereich der Mäuse ist jedoch sehr bekannt, denn sie bevorzugen die landwirtschaftlichen Nutzflächen, heißt Äcker, Wiesen und Weiden. Neben diesen Orten bevorzugen einige Feldmäuse auch die Kiefernwälder.

Die Lebensweise dieser Mäuseart

Feldmaus laufendDie Lebensweise der Feldmaus unterscheidet sich nicht stark von der Lebensweise der allgemeinen Gattung. Denn auch die Feldmaus ernährt sich von Samen, Gräsern, Kräutern und Getreide. Zudem ist die Feldmaus kein Einzelgänger, was wiederum das Zusammenleben in der Kolonie beweist. Die Nagetiere leben in dichten bis sehr dichten Erdbauten. Dort befinden sich gleich mehrere Kolonien der kleinen Nager. Die Eingänge der Bauten sind mit zahlreichen Wegen oberirdisch verbunden und führen immer in das Erdinnere. Kommt der Winter werden die Wege welche nach oben hin führen mit Erde ausgekleidet. Dadurch erhält der Bau eine zusätzliche Abschirmung vor der Kälte. Die Kotplätze der Nagetiere befinden sich nicht in den Höhlen, welche jeder Bau hat, sondern in den Gängen. Ebenfalls sehr typisch für diese Nagetiere sind die Tagaktivität und die Nachtaktivität, wobei eine Aktivitätsphase gerade einmal 4 Stunden andauert. Auf eine solche Phase folgt dann eine Ruhepause von ebenfalls 3-4 Stunden.

Bestand und Gefährdungsarten

Durch die Verbreitung der Feldmaus ist die Gefährdung dieser Nagetiere in Deutschland und auch in Mitteleuropa ausgeschlossen und auch der Weltbestand ist anhand aktueller Daten nicht gefährdet. Der Bestand der Nagetiere schwankt, wegen unregelmäßiger zyklischer Massenvermehrungen, sehr stark. Die Massenvermehrungen mit einer maximalen Dichte treten meist aller drei Jahre auf. In dieser Zeit können mehr als 1000 Individuen pro Hektar leben. Durch Hunger und Erschöpfung brechen diese Massenansammlungen aber sehr schnell wieder zusammen, weshalb eine stark ansteigende Vermehrung nur kurzfristig vorhanden ist.