Mäusearten – Weitreichende Informationen zu diversen Mäusegattungen

Für viele sind die kleinen Nager mit dem langen Schwanz niedlich, für andere wiederum handelt es sich dabei um eine reine Horrorvorstellung. Die Rede ist von Mäusen. Die Maus ist ein Säugetier, welches 5-10 cm groß werden kann. Ursprünglich stammt die, häufig auch als Hausmaus bekannte, Tierart aus Asien. Mittlerweile hat sich die Artenvielfalt aber stark erweitert und man findet die Gattung Maus auf der ganzen Welt. Das Gewicht der Maus liegt bei gerade einmal 20-30 Gramm. Damit ist die Hausmaus nicht gerade ein Schwergewicht, trotzdem kann diese zahlreiche Schäden anrichten, denn sie gehört mit zu den Allesfressern.

Fakten: Zur Maus 
FeldmausUnterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Verbreitung: Afrika, Südeuropa, Teile Asiens, die Hausmaus ist weltweit verbreitet
Lebensraum: Wälder, Savannen und felsige Gebiete
Körper: 4,5 - 12,5 cm Körperlänge + 3 - 11 cm Schwanzlänge
Nahrung: Pflanzliche Materialen, Samen Wurzeln, Stängeln, Blättern aber auch kleinere Insekten
Beispielsarten: Feldmaus, Hausmaus, Rötelmaus

Mit dem Begriff Allesfresser ist nahezu auch alles gemeint. Die Maus schreckt weder vor Fleisch noch vor Gemüse oder Süßigkeiten zurück. In freier Wildbahn hält sich die Maus an Gräser, Nüsse und Samen. In Gebäuden jedoch nutzt die Hausmaus das reichhaltige Angebot gerne. Die Population der Maus ist sehr unterschiedlich. Denn es hängt von der Nahrungsvielfalt ab. Ist ausreichend Nahrung vorhanden, dann ist die Maus das ganze Jahr über damit beschäftigt Nachkommen zu zeugen. Die Jungtiere der Mäuse werden nicht nur nackt geboren, sondern auch blind und taub und sind somit vollkommen auf die Muttertiere angewiesen. Das Gewicht der jungen Mäuse beläuft sich gerade einmal auf maximal 1 g.

Jedoch geht die Entwicklung schnell voran, denn schon am 10. Lebenstag haben die Mäuse ein kurzes aber flauschiges Fell entwickelt. Fünf Tage später beginnen die Lebewesen die Augen zu öffnen und ab dem 21. Tag können die Nagetiere selber fressen und auf Nahrungssuche gehen. Anhand dieser Entwicklung sollte bekannt und deutlich sein, dass Mäuse sich rasend schnell entwickeln können. Fälschlicherweise wird die Maus häufig auch als Ratte bezeichnet. Dabei gibt es starke Unterschiede zwischen der Maus und der Ratte. Betrachtet man die Ratten und die Mäuse, wird der Unterschied schnell auffallen. Dieser liegt

  • in der Größe
  • im Gewicht
  • länge des Schwanzes

Nun sind Mäuse und auch Ratten vom Menschen nicht gerade geliebt, das hat auch einen Grund. Dieser besteht in der Krankheitsübertragung. Eine Maus oder auch eine Ratte sind dafür bekannt Krankheiten zu übertragen, vor allem die Hantaviren sollen von den Nagern übertragen werden.

Die unterschiedlichen Arten der Mäuse

Die Artenvielfalt hat sich auch bei Mäusen sehr stark weiterentwickelt, weshalb wir eine kleine aber durchaus beachtliche Anzahl an Arten hier aufführen möchten. Mäuse gehören mit zur Gattung der Altweltmäuse und es werden zurzeit mehr als 40 Arten gezählt. Einige davon sind sehr bekannt, so beispielsweise die Hausmaus, die gerade in Deutschland häufig vorkommt.
Neben dieser gibt es beispielsweise auch die

  • Brandmaus
  • Erdmaus
  • Feldmaus
  • Gelbhalsmaus
  • Zwergmaus
  • Wühlmaus
  • Waldmaus

Sie alle haben besondere Merkmale und können sich in Aussehen und Größe unterscheiden. Deswegen haben wir auf dem Portal die wichtigsten Arten einmal etwas näher betrachtet. Weitere Mäusearten und deren Merkmale. Neben der Waldmaus, der Rötelmaus oder auch der Wühlmaus gibt es unter den Nagern noch weitere Mäusearten. Diese wollen wir an dieser Stelle einmal kurz auflisten und die Merkmale dieser Mäuse genauer benennen.

Einige unterschiedliche Mäusearten

Ährenmaus – Unterart der Hausmaus

Hierbei handelt es sich um eine Unterart der Hausmaus. Diese ist jedoch in Mitteleuropa nicht so sehr verbreitet wie die Hausmaus, obwohl sich beide vom Aussehen her sehr ähnlich. Jedoch hat die Ährenmaus einen kürzeren Schwanz und erreicht gerade einmal eine Länge von 9 cm. Das Fell ist gelb-grau gefärbt, die Unterseite ist aber auch hier wie bei vielen Mausarten heller. Die Ährenmaus lebt überwiegend im Freien und sucht nur unter besonderen Bedingungen Zuflucht bei den Personen.

Brandmaus – Eine Maus mit sehr kurzen Schwanz

Die Brandmaus gehört ebenfalls mit zur Familie der Mäuse, besitzt aber im Gegensatz zu anderen Arten einen sehr kurzen Schwanz und kürzere Ohren. Die Länge der Maus liegt gerade einmal bei 75–115 mm. Damit handelt es sich um eine kleine Maus, wenn man diese mit Hausmäusen oder anderen Arten vergleicht. Die Brandmaus hat jedoch ein besonderes Merkmal, an dem man diese gut erkennen kann. Sie hat nicht nur ein rotbräunliches Fell, sondern auch einen langen schwarzen Strich auf dem Rücken.

Cook-Maus – Nicht in Europa vorhanden

Die Cook-Maus kommt in Europa nicht vor, denn ihr Heimatland ist Südostasien. Sie erreicht eine Länge von 7,7 bis 9,6 cm. Der Schwanz der Maus ist in etwa ebenso lang, kann unter Umständen aber auch etwas kürzer sein. Das Rückenfell der Maus weist einige besondere Merkmale auf, denn es ist dunkel grau-braun und steif-rau. Die Bauchseite hingegen ist weiß-grau. Und auch der Schwanz weißt eine Besonderheit auf, denn dieser ist zweifarbig. Die Oberseite ist dunkelbraun die Unterseite blasser.

Gelbhalsmaus – Auch in Deutschland ansässig

Die Gelbhalsmaus haben wir bereits einmal erwähnt. Sie lebt in Deutschland und erreicht eine Größe von 9,5 bis 12 cm. Der Schwanz erreicht zumal die gleiche Länge, kann aber unter Umständen auch kürzer werden. Die Gelbhalsmaus besitzt ein braunes Rückenfell und weißes Bauchfell. Besonders auffällig ist das ockerfarbene Halsfell, welches diese Gattung besitzt. Durch dieses Fell bekam die Maus ihren Namen. Ebenfalls charakteristisch sind die großen Ohren.

Farbmaus – Auch für die Zucht verwendet

Die Farbmaus gehört ebenfalls mit zu den Hausmäusen und wird heute für die Haustierhaltung ab und an gezüchtet. Ein besonderes Merkmal dieser Maus ist, dass man sie entweder in rein schwarzer Fellfarbe antrifft oder in rein weißer Fellfarbe. Diese Gattung hält sich besonders gern in der Nähe der Personen auf.

Wiesenwühlmäuse – Das Fell färbt sich im Winter

Die Wiesenwühlmaus ist nicht irgendeine Maus, denn sie gehört mit zu den Schadnagern. Charakteristisch für diese Maus ist es, dass sie besonders kurze Beine und einen sehr kurzen Schwanz besitzt. Ausgewachsen hat die Maus eine Größe von 16 cm. Im Sommer und im Frühjahr ist das Fell kastanienbraun. Im Winter jedoch färbt es sich gräulich. Damit passt sich die Maus den Bedingungen der Jahreszeiten an. Die Wiesenwühlmaus ist das ganze Jahr über aktiv, im Sommer jedoch mehr nachts.

Spitzmaus – Ein klassischer Insektenfresser

Auch die Spitzmaus ist sicherlich bei vielen Deutschen ein Begriff. Die Spitzmaus gehört anders als die Waldmaus oder die Hausmaus zu den Insektenfressern. Aus diesem Grund hat sich bei der Spitzmaus ein spitzer Nasen- und Maulbereich gebildet. Dieser ist das charakteristische Merkmal dieser Art. Die Körperlänge der Maus kann stark variieren, weshalb der Nager zwischen 4 bis 17 cm lang werden kann. Und auch bei der farblichen Gestaltung ist die Spitzmaus stark variierend. Sie kann gelb-braun werden aber auch Grau- und Brauntöne bis hin zu schwarz aufweisen.

Schneemaus – Besitzt kein weißes Fell

Die Schneemaus gehört mit zu den Wühlmäusen und kommt in den Gebirgen im südlichen Europa vor. Die Größe dieser Mausart liegt bei ca. 90-140 mm. Anders als vermutet ist das Fell der Schneemaus nicht etwas weiß sondern grau.

Tritonsmaus – Eine 50 mm Altweltmaus

Die Tritonsmaus gehört mit zu den Altweltmäusen und hat eine Größe von 50-60 mm. Hinzu kommt die Länge des Schwanzes, welcher ebenfalls 50 mm lang werden kann. Das Fell der Maus ist braun gefärbt. Natürlich sind das nicht alle Nagerarten. Insgesamt hat man bis jetzt mehr als 3000 Arten zählen können.

Allgemeine Informationen zu Mäusen

Die Mäuse wurden 2005 als Namengebung der Gattung Mus-Gattungsgruppe eingeführt. Laut den genetischen Untersuchungen, welche von Lecompte et al. im Jahre 2008 durchgeführt wurden, bilden die Mäuse eine eigene Tribus und Murini, innerhalb der Gattung der Altweltmäuse. Unter diesem Gesichtspunkt sind 39 Arten, darunter 4 weitere Untergattungen bekannt. Diese sind wir folgt aufgeschlüsselt.

Untergattung Mus

  • Mus booduga
  • Reisfeldmaus
  • Mus terricolor
  • Mus famulus
  • Mus fragilicauda
  • Makedonische Hausmaus
  • Hausmaus
  • Ährenmaus
  • Falbmaus
  • Cook-Maus
  • Zypern-Maus
  • Algerische Hausmaus

Untergattung Nannomys

  • Mus baoulei
  • Mus bufo
  • Mus callewaerti
  • Mus orangiae
  • Mus oubanguii
  • Mus setulosus
  • Mus setzeri
  • Mus mattheyi
  • Afrikanische Zwergmaus
  • Mus musculoides
  • Mus neavei
  • Mus tenellus
  • Tritonsmaus
  • Mus goundae
  • Mus haussa
  • Mus indutus
  • Mus mahomet

Untergattung Coelomys

  • Mus crociduroides
  • Mus vulcani
  • Mus mayori
  • Mus pahari

Untergattung Pyromys

  • Mus fernandoni
  • Mus shortridgei
  • Mus phillipsi
  • Mus platythrix
  • Mus saxicola

Diese Auflistungen zeigen welche Reichweite die Gattung Maus angenommen hat und welche Arten sich bereits aus der gewöhnlichen Maus entwickelt haben.

Die Altweltmäuse und deren Besonderheiten

Die Altweltmäuse sind eine Unterfamilie der Langschwanzmäuse. Zu dieser Gruppe gehören noch einmal 600 weitere Arten. Die bekannteste Art sind die Mäuse und auch die Ratte gehört mit zu dieser Gruppierung. Die Merkmale der Altweltmäuse sind sehr schnell zusammengefasst, denn es handelt sich um grazile bis große, robuste Nagetiere. Sie werden 55 oder 60 mm groß. Größere Nagetiere werden auch gerne als Riesenratten bezeichnet.

Neben der großen Vielfalt der Nager ist auch die Körperform sehr umfangreich. Deswegen wollen wir uns an dieser Stelle einmal nur auf die besonderen Bereiche im Körperbau konzentrieren. So sind beispielsweise die Ohrmuscheln sehr auffällig. Der Schwanz ist zusätzlich leicht zu erkennen, denn er ist entweder kürzer als das Maß Kopf-Rumpf oder länger. Die Altweltmäuse haben sich bereits in vielen Gebieten der Erde niedergelassen. Am häufigsten sind diese aber in Eurasien, Australien und Afrika anzutreffen.

Die Fressfeinde der Mäuse

Auch wenn Mäuse in einer mehr als großen Vielfalt auf der Erde wandeln, haben auch diese Nager Feinde. Diese werden als Fressfeinde bezeichnet und können je nach Art etwas abwandeln. Die Hausmaus beispielsweise hat die Katze, den Igel oder diverse Greifvögel als Feinde. Nun gibt es noch weit mehr Feinde vor denen sich diese kleinen Nager fürchten müssen, nicht zuletzt ist auch der Mensch eines der Hauptfeinde dieser Nagetiere. Zu den weiteren Fressfeinden gehören unter anderen folgende Tiere:

• Rabenvögel
• Ringelnattern
• Kreuzottern
• Hermelin
• Eulen
• Marder und
• Iltis

Schädel-Gebiss und Körperskelett

Die Mäuse werden auch als Mäuseartig bezeichnet und geben einige besondere Merkmale im Bereich Gebiss, Schädel und Körperskelett her. Deswegen wollen wir diese drei Bereiche zum Anschluss genauer betrachten. Beginnen wir dafür mit dem Schädel der Mäuse. Der Schädel der Mäuse gehört mit zum Typ myomorphen. Als Merkmal kann man anführen, dass der vordere Ansatz des Jochbogens als breite Jochbogenplatte ausgebildet wurde. Das ist sehr auffällig, denn besonders viele Nagetiere besitzen dieses Merkmal nicht. Oberhalb dieser Jochbogenplatte befindet sich das Unteraugenloch. Dieses hat oftmals eine Schlüssellochform.

Das Stirnbein ist bei vielen Mäusearten verengt und vollkommen ohne Postorbitalfortsatz. Das sogenannte Zwischenscheitelbein ist jedoch vorhanden und nicht sonderlich auffällig. Der Bereich zwischen den Augen ist jedoch bei vielen Mäusen sehr glatt und abgerundet. Der Hirnschädel ist ebenfalls glatt und wird von einem Scheitelkamm gekreuzt. Der Unterkiefer der Mäuse ist vom Typ sciurognathen. Der vorhandene Winkelfortsatz ist hingegen gerade oder gebogen. Das Gebiss ist neben dem Schädel ebenfalls sehr auffällig. Ursprünglich weißt das Gebiss 16 Zähne auf, darunter ein als Nagezahn ausgebildeter Schneidezahn und drei als Molaren angesehene Backenzähne. Die Schneidezähne sind breit bis schmal und sind nach hinten gerichtet. Auf die Schneidezähne folgt eine große Zahnlücke, welche durch das Fehlen der Eckzähne entsteht. Der Bau der Backenzähne kann hinsichtlich der Größe und der Form variabel sein, denn diese bilden sich je nach Gattung anders aus.

Das Körperskelett der Mäuseartigen weiß insgesamt sieben Halswirbel auf. Hinzu kommen sechs bis sieben Lendenwirbel, 12-15 Brustwirbel und gewöhnlich vier Kreuzwirbel. Einer durch die Hypertrophie vergrößerte Dornfortsatz, welcher am zweiten Brustwirbel zu finden ist, kann bei einigen Arten fehlen. Das Schlüsselbein der Mäuse ist dagegen vorhanden und gut entwickelt. Das Wadenbein hingegen ist verkleinert und verschmilzt weiter unten mit dem Schienbein.